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Liebe(r) ,
gestern hatte ich ein intensives und sehr offenes Gespräch mit einem alten Freund. Er meinte, nicht jeder könne sich so auf Innenwelten (das Seelische/das Psychische) einlassen, wie ich es täte. Ich glaube, nicht jeder will oder muss es. Und das ist völlig ok. Aber seither frage ich mich: Was kann uns konkret dabei unterstützen, unsere Bewusstheit für uns selbst zu erweitern? Was ist nötig, damit wir die tieferen Muster hinter unserem Denken, Handeln und Fühlen erkennen und transformieren können? Meine Erfahrung ist, dass eine wichtige Voraussetzung für innere Veränderungen unser Mitgefühl ist – das Mitgefühl für uns selbst.
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Mitgefühl ist heilsam
Kennst du Momente, in denen du dich geärgert hast über etwas, das du getan oder gesagt hast oder eben nicht? Oder hast du dich mal geschämt, weil du etwas nicht geschafft oder schon wieder so reagiert hast, wie du eigentlich nicht wolltest? Wie geht es dir damit, offensichtliche „Fehler“ zu machen? Kennst du auch diese Stimmen, die danach unüberhörbar und zuverlässig dich selbst kritisieren, kommentieren oder entwerten? Nun, diese Stimmen sind gelernt bzw. verinnerlicht und nicht Teil deines Wesens.
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Wie ist für dich die Vorstellung, dich in solchen Momenten zurückzulehnen und nicht kritisch, sondern mit einem liebevollen Blick auf dich selbst zu schauen? So, wie du es vermutlich bei deinem Kind, einem lieben Menschen oder Tier in der Vergangenheit schon getan hast. Jetzt denkst du vielleicht, es ist leichter bei anderen als bei einem selbst. Ja, das stimmt häufig. Aber wie reagiert dein Körper und Geist, wenn du dir einen mitfühlenden, ja, liebevollen Blick auf dich selbst gestattest? Auf eine Situation, in der es nicht optimal lief, du aber nicht anders konntest. Halte gerne inne und erforsche es für einige Atemzüge …
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Mitgefühl öffnet innere Räume
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Mitgefühl zu kultivieren ist in allen spirituellen Traditionen eine große Aufgabe und Tugend. Immer schließt diese Praxis auch die eigene Person mit ein. In den alten Yogatexten gibt es etliche Begriffe, die präzise bestimmte Facetten des Mitfühlens beschreiben. Einer davon ist Maitri – die liebende Güte.
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Am kommenden Sonntag möchte ich – gerne auch mit dir – Maitri für uns selbst stärken und kultivieren. Weil die Weisen schon seit Jahrtausenden lehren, dass innere Veränderung vor allem dann geschieht, wenn wir uns mit all unseren Unzulänglichkeiten angenommen, sicher und geliebt fühlen. Wie wäre es, mit und bei sich selbst damit zu beginnen? Ich freu mich, wenn du dabei bist.
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Sonntag, 26. April 2026, 10:00 - 12:00 Uhr
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Maitri - die liebende Güte
Heilung durch Mitgefühl
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Ich freu mich auf dich! Von Herzen Evgenia
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Liebe(r) ,
Wie geht es dir? Genießt du das Frühlingserwachen?
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Während ich diese Zeilen schreibe, fällt mein Blick auf die große Magnolie vor unserem Wohnhaus mitten in Frankfurt. Sie ist der erste Baum in unserer Straße, der bereits kräftig blüht und ich erfreue mich jeden Tag daran. Andere Sträucher und Pflanzen scheinen noch zu ruhen und auf ihren eigenen Auftakt in die Farbenfülle zu warten.
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Dem eigenen Rhythmus vertrauen
Ähnlich ist es wohl bei uns Menschen. Während die einen voller Energie wirbeln, planen und tun, sind andere eher im Ruhemodus – noch in sich, abwartend, gedankenverloren, vielleicht auch unentschlossen. Denn anders als die Pflanzen haben viele von uns verlernt, geduldig ihrer intrinsischen Programmierung zu folgen. Wir sind überzeugt, dass dies oder jenes SOFORT zu tun ist, um erfolgreich, pflichtbewusst oder verbindlich zu sein. Wir glauben, uns etwas verdienen oder uns ständig optimieren zu müssen. Wir übernehmen ganz selbstverständlich fremde Konzepte und folgen bestimmten Werten und Vorstellungen. Nicht, weil es unserer innersten Natur entspricht, sondern einfach, weil wir es so gelernt und verinnerlicht haben.
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Mich hat die letzten Tage ein heftiger Hexenschuss lahmgelegt. Ich war bis gestern nicht sicher, ob ich das kommende Sonntags-Special am 15. März würde unterrichten können. Dabei hatte ich so viele … Frühlingspläne. So ausgeknockt konnte ich ausgiebig all meine verinnerlichten „Codierungen“ wahrnehmen: bewertende Gedanken, meinen Umgang mit Schmerzen, mein Hadern, meinen Frust. So viel Widerstand.
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Dann die Erinnerung: Alles folgt einem höheren Prinzip. Wenn wir uns zu viel Druck oder wir zu viele Pläne und Konzepte machen (Kontraktion), lädt uns das Leben gelegentlich wieder zum Verweilen und Spüren ein (Expansion).
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Dein wahres Wesen erkennen
Meine Bewegungslosigkeit wurde zur Pforte. Ich fing an, mich in diese Leere sinken zu lassen und wieder mehr nach innen zu lauschen. In dem Maße, in dem ich mich der Situation hingab, wuchsen meine Feinfühligkeit, meine Geduld, wertvolle Erkenntnisse und die Rückverbindung ins Vertrauen.
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Welche wahre, weil intrinsische Programmierung zeigt sich, wenn die gewohnten Bewegungsmuster unterbrochen werden? Wenn wir nicht tun können, was wir doch unbedingt tun sollten? Nicht gehen, wohin wir doch sollten? Nicht leben, wie wir sollten? Können wir geduldig bleiben, wenn andere um uns herum erblühen und gedeihen, während wir selbst noch im Ruhemodus verweilen?
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Deine Sehnsucht wertschätzen
Die tantrische Weltanschauung sagt, dass unser Handeln in dieser Welt von wahrhafter Sehnsucht und einer guten inneren Ausrichtung geleitet sein sollte. Das sind auch die wichtigsten Prinzipien des Anusara Yoga – attitude, alignment, action. Wenn wir aus dieser Herz-/Hirnverbindung Leben gestalten, folgen wir unserer wahren Natur. Unser Leben fühlt sich stimmiger, bereichernder und weniger anstrengend an.
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Hast du gerade auch das Bedürfnis, wieder mehr deinem ureigenen Rhythmus und deiner inneren Führung zu folgen? Zu spüren, was gerade jetzt für dich dran ist und was nicht? Was demnächst erblühen möchte oder noch nicht? Am Sonntag gibt es den gemeinsamen Raum dafür. Ich würde mich so freuen, wenn wir uns sehen!
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Sonntag, 15. März 2026, 10:00 - 12:00 Uhr
Die Frequenz der Stille
Dem Rhythmus der Seele folgen
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Ich freu mich auf dich! Von Herzen Evgenia
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