|
|
|
|
|
Liebe(r) Abonent
es sind schon drei Monate vergangen seit meinem letzte Newsletter. Wie geht es dir?
|
Jetzt, wo der Sommer seinen Höhepunkt überschritten hat, bemerke ich, wie viel passiert ist in diesen letzten Wochen. Unser Umbau am Wörthsee nähert sich nach zwei Jahren endlich dem Ende. Er hat uns dieses Jahr nochmal viel Zeit und Energie abverlangt. Doch allmählich wächst die Vorfreude und auch die Ideen hinsichtlich neuer Angebote sprudeln. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei, wenn wir den neuen Yogaraum am Wörthsee ab 2026 für kleine aber feine Gruppen öffnen. Wenn du selbst Wünsche und Anregungen hast, schreib mir gerne!
|
Eine Reise ans Nordkap und nach Spitzbergen hat mich in fremde und faszinierende Welten entführt. Ich staune immer noch über die vielen Eindrücke und neuen Perspektiven, die ich aus dieser Zeit mitnehme. Kurz zuvor konnte ich zum ersten Mal die Erfahrung machen, fast drei Monate weder schmerzfrei gehen noch Yoga praktizieren zu können. Das war hart. Glücklicherweise hat sich das inzwischen wieder verändert, doch die inneren Fragen und Zweifel sind noch sehr lebendig: Was, wenn das nicht mehr besser wird? Was, wenn das, was mich die letzten 22 Jahre begleitet, gestützt, genährt und ernährt hat, in dieser Form nicht mehr möglich ist? Was ist dann?
|
Nichts und niemand sein
Die Vorstellung, keine Asanas mehr unterrichten zu können, fühlte sich befremdlich an. Es ist eine "Rolle", die ich sehr mag, die mir im Laufe der Jahre in Fleisch und Blut übergegangen ist. Was also löste dieser Gedanke in mir aus? Nun, zunächst Widerstand, dann Traurigkeit, danach ... nichts. Leere. Leere. Leere. Es hat sich nicht gut angefühlt.
|
Wenn uns die Rollen, mit denen wir uns identifizieren, abhanden kommen, erfahren viele von uns eine Art Vakuum oder Leere. Das ist ungewohnt und oft auch beängstigend. Es kann sich anfühlen wie "niemand mehr sein". Zu oft haben wir in unserem Leben Sätze gehört wie: Was willst du mal werden? Wie willst du dein Geld verdienen? Was willst du aus deinem Leben machen? Wie willst du deine Zeit nutzen? Dich und dein Leben organisieren, gestalten, optimieren, perfektionieren, das Ersehnte manifestieren? Zu selten hat man uns daran erinnert, dass wir bereits SIND. In jedem einzelnen Moment unseres Lebens. Jenseits von Rollen, Anforderungen und Erwartungen. Und so erfinden wir uns immer wieder neu in alten und künftigen Rollen und spüren dabei nicht, wie erschöpfend es sein kann.
|
Jenseits unserer Identifikationen
Keiner will niemand sein. Und schon gar nicht unnütz. Es erscheint uns wie eine Pflicht, zu wirken und uns einzubringen und wie ein Versagen, wenn wir es nicht tun. Dabei kann es befreiend sein, wenn wir mal niemand sein müssen. Auch keine Yogin, Meditierende, Spirituelle, Tanzende oder Heilende. Können wir die Leere, die Unproduktivität, die Erschöpfung in uns einfach SEIN lassen, ohne es als Zeitverschwendung, als Makel oder uns als faul zu labeln?
|
Wenn wir uns erlauben, niemand zu sein, öffnet sich ein Raum der Stille, wo das Alte zur Ruhe kommen und Regeneration stattfinden kann. In dieser Entspannung geschehen erwiesenermaßen seelische und körperliche Heilungsprozesse. Das ist der Ort, wo auch Neues entsteht. Hier finden wir die Brücke zu unserem tiefsten Selbst und die Erfahrung von Verbindung.
|
An diesem Ort, jenseits von Ansprüchen, Erwartungen und Vorstellungen, habe ich vor einigen Wochen die Botschaft meines schmerzenden Körpers empfangen und heilen können. Innerhalb weniger Tage haben sich meine Hüften neu organisiert, so dass ich im Urlaub wieder wandern und auf kleine Berge steigen konnte. Es war mal wieder eine tiefe Erfahrung in Demut. Unsere Seele spricht durch unseren Körper, wenn wir bereit sind, zuzuhören.
|
|
Wenn du mit mir gemeinsam den Sommer und seine Langsamkeit zelebrieren und in heilende innere Räume eintauchen möchtest, könntest du beim nächsten Sonntags-Special am richtigen Ort sein. Wir werden sanfter und ruhiger praktizieren und ein wenig erforschen, was jenseits von Rollen, Tun und Müssen liegt.
|
Sonntag, 31. August 2025, 10:00 - 12:00 Uhr
Von der Freiheit, niemand zu sein
Sunya - die Leere, die alles enthält
Weitere Sonntags-Specials:
21. September und 30. November
Anmelden kannst du dich wie immer über Fyndery
|
Ich freu mich auf dich! Von Herzen Evgenia
|
|
|
|
|
|
|
|
|